
Pils und Landbier
Bierstile
Was ist ein Pils? Ein hell goldenes, untergäriges Bier mit weißer, stabiler Schaumkrone und deutlicher Hopfenbittere. Der Name stammt von der Stadt Pilsen in Böhmen, wo Josef Groll 1842 das erste helle untergärige Bier braute. „Pils“ ist in Deutschland ein Gattungsname, geschützt sind nur Marken wie „Pilsner Urquell“ und nicht das Wort.
Das Pils aus der Eifel ist trocken und knackig, mit klarer Bittere und wenig Süße. In Bayern trinkt man dagegen oft Helles. Das Bitburger Premium Pils hat nach Angaben der Brauerei 4,8 Prozent Alkohol und 11,3 Prozent Stammwürze. Beides liegt mitten in den Spannen der Stilnorm.
Wie unterscheidet sich ein Pils von einem Hellen? Das Helle bleibt malziger und milder, mit nur 16 bis 22 Bittereinheiten, das Pils hat laut Norm 22 bis 40. Wer ein Bier ohne scharfe Bittere sucht, ist beim Hellen besser aufgehoben. Wer Trockenheit und einen frischen Abgang mag, greift zum Pils.
Zwischen beiden steht das Landbier, ein Stilbegriff ohne Norm. Das Eifelbräu Helles Landbier der Bitburger Brauerei kam 2021 auf den Markt und setzt mit einer zweiten Hopfengabe mehr Aroma als ein klassisches Helles. Als Stil geschützt ist es nicht. „Landbier“ meint meist ein naturtrübes oder helles Bier mit regionalem Bezug.
Anders als das Bitburger Pils sind die Biere der Vulkan Brauerei aus Mendig oder der Gemünder Brauerei aus der Nordeifel eher Spezialitäten für Kenner. Hier findest du Fassgereiftes, Obergäriges und das Steinfelder Klosterbier. Ein Klosterbier ist übrigens kein Trappistenbier, sondern ein freier Name für ein Bier mit klösterlichem Bezug.
Pils (deutsch)untergärig
- Stammwürze
- 11–12,4 °P
- Alkohol
- 4,4–5,2 % vol
- Bittere
- 22–40 IBU
- Farbe
- 4–8 EBC
Blassgolden, weißer Schaum, trockene Hopfenbittere, sauberer Abgang.