
Bock hell dunkel
Bierstile
Was ist Bockbier? Ein kräftiges Bier mit mindestens 16 Prozent Stammwürze, so schreibt es die Bierverordnung für alle vor, die ihr Bier „Bockbier“ nennen wollen. Üblich sind rund 6,3 bis 7,4 Prozent Alkohol. Der Geschmack ist malzig und voll, mit wenig Hopfenbittere und kaum Frucht.
Beim dunklen Bock, dem klassischen Einbecker Stil, schmeckt man Brotkruste, Toast, Nuss und gedörrte Pflaume. Die Farbe reicht von Kupfer bis Dunkelbraun. Der Schaum ist cremig und beige.
Der helle Bock ist goldgelb bis bernsteinfarben und hat mehr Honig- und Getreidenoten. Wenn er im Frühjahr ausgeschenkt wird, heißt er Maibock. Das Etikett „Maibock“ sagt allerdings nur etwas über die Jahreszeit und über die helle Farbe, nicht über eine geschützte Herkunft.
Wie unterscheidet sich Bock vom Doppelbock? Der Doppelbock ist noch stärker. Nach der Stilnorm beginnt er bei etwa 17,5 Grad Plato Stammwürze und erreicht sieben bis zehn Prozent Alkohol. Er entstand in München, nicht in Einbeck. Der klassische Bock aus Einbeck bleibt eine Stufe darunter, wie etwa der Ur-Bock Dunkel des Einbecker Brauhauses, den man als Vertreter des Stils nach dem Namen der Stadt kennt.
Auch zum Pils ist der Abstand groß. Ein Pils ist trockener, bitterer und hat weniger Alkohol. Bei einem Bock steht dagegen das Malz vorn, und deshalb trinkt man ihn in Einbeck langsamer und aus kleineren Gläsern, oft zu einem deftigen Essen, das die Süße des Bieres und die Stärke des Alkohols gut auffängt.
Dunkler Bockuntergärig
- Stammwürze
- 15,7–17,5 °P
- Alkohol
- 6,3–7,2 % vol
- Bittere
- 20–27 IBU
- Farbe
- 28–43 EBC
Rotbraun, malzig, Toast und Nuss, wenig Hopfen, mild süß.