
Herbstfest und Wirtshaus
Essen & Bierkultur
Was ist das Herbstfest Erding? Ein Volksfest, das zehn Tage lang ab dem letzten Freitag im August läuft, 2026 vom 28. August bis zum 6. September in seiner 84. Auflage. Nach Veranstalterangaben kommen jedes Jahr mehr als 200.000 Besucher. Es gibt zwei große Zelte, das der Fischer's Stiftungsbrauerei und das Weißbräuzelt.
Im Zelt steht kein Seidla, sondern ein Liter im Steinkrug oder Glaskrug, und man stößt an, ohne die Krüge zu hart zu knallen.
Zu Weißbier gehört die Weißwurst. Sie wird traditionell vormittags gegessen, mit süßem Senf und einer Breze, und sie wird gezuzelt oder aufgeschnitten, aber nicht mit der Haut gegessen. Das Weißbier mit seiner Frucht und der weichen Kohlensäure schneidet das milde Brät.
Auf der Karte stehen außerdem Obatzda, Leberkäse und Schweinebraten mit Knödel. Ein Obatzda ist Käse, Butter, Zwiebel und Paprika, und der kräftige Käse verträgt die Süße des Weißbiers. Beim Hendl vom Rost passt die Bananenfrucht zur gebräunten Haut.
Wirtshaus bleibt in der Gegend die Mitte des Dorfes. Wer einen Tisch hat, bleibt sitzen, und das Bier kommt zum Tisch. Das Weißbier ist dabei kein Fest-, sondern ein Alltagsgetränk, dessen Auftritt von der Brotzeit bis zum Sonntagsessen reicht.
Zum Herbstfest gehören außerdem Blasmusik und Fahrgeschäfte, und am Ende steht für viele ein später Heimweg. Wer fährt, bestellt vorher etwas Alkoholfreies. Das Fest ist ein Treffpunkt der Stadt und des Umlands, kein Wettbewerb im Trinken.