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Hopfen in der Region Erlangen & Bergkirchweih

Hopfen von nebenan

Hopfen

Hopfenanbau gibt es in Erlangen selbst nicht, die Stadt liegt aber mitten im Hopfenland. Spalter Hopfen aus dem Süden trägt seit 2012 als einziger fränkischer Hopfen das EU-Siegel g.U., und der Hersbrucker Spät wächst im Hersbrucker Gebirge. Ein Stück weiter südlich beginnt die Hallertau, das größte Hopfengebiet Deutschlands.

Für ein Bier, das im Keller lange lagert, hat Hopfen eine praktische Aufgabe. Die Bitterstoffe schützen vor Keimen und halten das Bier länger frisch, das war für den Export über weite Strecken wichtig. Zugleich gibt der Hopfen dem Märzen sein trockenes Rückgrat, damit die Süße des Malzes nicht klebt.

Wie bitter ist ein Erlanger Kellerbier? Die Stilnorm nennt für Helles 16 bis 22 IBU und für Märzen 18 bis 24 IBU. IBU steht für International Bitterness Units, die Messzahl für Bittere. Zum Vergleich: Ein deutsches Pils liegt zwischen 22 und 40, ist also deutlich herber.

Welche Sorten die Erlanger Brauer früher verwendeten, ist nicht lückenlos überliefert. Heute verwenden viele Brauereien der Region die klassischen Edelaromasorten, die feinwürzig, blumig und leicht kräuterig duften. Das passt zur zurückhaltenden Linie des Kellerbiers, das Hopfen eher begleitet als anführt.

Wer auf der Bergkirchweih in ein Glas Bergbier riecht, bekommt keine Zitrus-Explosion, sondern einen leisen Duft nach Heu und Kräutern. Der Hopfen sitzt im Abgang, wo er für einen sauberen Schluss sorgt. Das ist Absicht: Beim Bier vom Burgberg soll das nächste Glas jederzeit möglich sein.

Dazu im Lexikon

Malz und Hopfen erklärtBier verstehen: Grundlagen
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