
Kellerbier, Märzen, Helles
Bierstile
Was trinkt man auf der Bergkirchweih am Burgberg? Meist ein Kellerbier, das ist die ungefilterte Form eines untergärigen Lagerbiers. Dazu kommt das klassische Helles, golden und mild, und das kräftigere Märzen, das der Sommerlagerung diente.
Das Helles ist der Alltagsstil. Es hat 4,7 bis 5,4 Prozent Alkohol, wenig Bittere und eine Stammwürze von 11 bis 11,9 Grad Plato. Stammwürze nennt man den Zuckergehalt der Würze vor der Gärung, er bestimmt, wie stark das Bier später wird. Es schmeckt nach Getreide, ist weich und trinkt sich leicht.
Das Märzen ist voller und etwas dunkler, mit 13,3 bis 14,7 Grad Plato und 5,6 bis 6,3 Prozent Alkohol. Der Unterschied zum Festbier: Das Festbier ist heller, goldgelb und gehört seit Jahren zu den Münchner Wiesnbieren, während Märzen traditionell kupfer bis bernstein war. Auf dem Berg findet man beide Varianten, je nach Keller.
Erlangens Biergeschichte kennt außerdem dunkle Biere, und nach örtlichen Angaben gibt es zur Bergkirchweih auch ein dunkles Festbier. Wie gerade das gebraut wird, hängt vom Keller ab. Der Unterschied zwischen den Stilen liegt vor allem im Malz: Helles zeigt Getreide und Honig, Märzen Brotkruste, Dunkles Röstnoten und Karamell.
Auch Weißbier steht manchmal im Ausschank, gehört aber zu den obergärigen Stilen und ist ein anderes Bier. Der Vergleich bleibt einfach: Kellerbier ist untergärig und ungefiltert, Weißbier obergärig und hefetrüb. Den Kellern am Burgberg geht es um das erste, und Kitzmann, Entla's Keller und der Steinbach-Keller stehen dafür als Namen.
Hellesuntergärig
- Stammwürze
- 11–11,9 °P
- Alkohol
- 4,7–5,4 % vol
- Bittere
- 16–22 IBU
- Farbe
- 6–10 EBC
Goldgelb, weiche Malzsüße, kaum Bittere, sauberer Abgang.