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Essen & Bierkultur in der Region Fränkische Schweiz

Keller, Kerwa, Brotzeit

Essen & Bierkultur

Was isst man zum Kellerbier? Die Fränkische Schweiz antwortet mit Brotzeit: Bauernbrot, Bratwurst, Presssack mit Zwiebeln und Essig, dazu Meerrettich. Das Bier schneidet das Fett, die Malzsüße gleicht die Schärfe aus, und alles zusammen sättigt, ohne zu beschweren.

Zum Mittagessen gehört das Schäufele, die gebratene Schweineschulter mit Kruste, mit Kloß und Soße. Das Bier hält dagegen, ohne sich zu verstecken. Die Wiesent und ihre Nebenbäche liefern die Forelle, die man im Gasthof gebraten oder blau gekocht serviert.

Das Herz der Bierkultur sind die Keller. Man sitzt an Holztischen unter alten Kastanien, die Brotzeit aus dem Rucksack oder vom Wirt, das Bier kommt im Seidla. In Forchheim reihen sich im Kellerwald 23 Bierkeller auf etwa 20.000 Quadratmetern, und die Stadt nennt ihn den größten Biergarten der Welt.

Dort feiert man auch das Annafest. Es geht auf die Annakapelle in Unterweilersbach zurück, die 1516 geweiht wurde und zu der Forchheimer wallfahrten. Auf dem Rückweg rasteten sie im Kellerwald. Seit 1840, als die Schützen ihr Fest hierher verlegten, ist daraus ein Volksfest rund um den 26. Juli geworden, mit Schätzungen von bis zu 500.000 Gästen.

Wer lieber wandert, geht den Fünf-Seidla-Steig bei Gräfenberg und Weißenohe, rund 18 Kilometer lang. Fünf Brauereien liegen am Weg: Elch-Bräu in Thuisbrunn, Hofmann in Hohenschwärz, Lindenbräu und Friedmann in Gräfenberg sowie die Klosterbrauerei Weißenohe. Zwischen den Stationen erklären Tafeln, wie das Bier entsteht.

Dazu kommen die Kerwa, die Kirchweih im Dorf, mit Tanz, Kuchen und dem Fass, das der Wirt anschlägt. Maßvoll getrunken, gehört das Seidla zum Gespräch, und es bleibt meist bei einem zweiten.

Dazu im Lexikon

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