
Gose, Harzer Pils
Bierstile
Was ist eine Gose? Ein helles, obergäriges Bier aus Weizen- und Gerstenmalz, gewürzt mit Salz und Koriander und mild gesäuert mit Milchsäure. Es schmeckt zitronig-frisch, ein wenig salzig und kaum bitter. Das Wort spricht man „Gose“ mit langem o, so wie Rose. Der Alkoholgehalt liegt in der Stilnorm bei 4,2 bis 4,8 Prozent, es ist also ein leichtes Bier.
Wie unterscheidet sich Gose von Berliner Weiße? Beide sind säuerlich und aus Weizen, doch die Gose trägt Salz und Koriander, die Berliner Weiße nicht. Weißbier aus Bayern ist dagegen nicht sauer, sondern weich, mit Noten von Banane und Nelke aus der Hefe. Und wie sich Gose von Gueuze aus Belgien unterscheidet: Die ist spontan vergoren, ohne Salz und Koriander, und deutlich herber im Säureprofil.
In Goslar gibt es die Gose in zwei Farben. Das Brauhaus Goslar schenkt nach eigenen Angaben eine helle und eine dunkle aus, daneben ein Rammelsberger Pils. Die dunkle Variante ist ein Spezialfall der Hausbrauerei und steht nicht in den üblichen Stilnormen.
Der zweite Stil des Harzes ist weniger exotisch. Hasseröder in Wernigerode braut Pils, und auch Altenau führt ein Edelpils im Programm. Das deutsche Pils hat nach der Stilnorm 4,4 bis 5,2 Prozent Alkohol und 22 bis 40 IBU, es ist also deutlich bitterer als die Gose.
Beide Biere beantworten dieselbe Frage, nämlich was nach einem langen Tag im Gebirge gut schmeckt, mit zwei völlig verschiedenen Antworten. Das Pils antwortet mit Trockenheit und Bittere. Die Gose antwortet mit Frische und einer Spur Salz, die den Durst löscht.
Gosegemischte Gärung
- Stammwürze
- 9–13,8 °P
- Alkohol
- 4,2–4,8 % vol
- Bittere
- 5–12 IBU
- Farbe
- 6–8 EBC
Hell, leicht trüb, säuerlich, zart salzig, Koriander, sehr wenig Bittere.