
Zitrone, Salz, Koriander
Verkosten
Wie schmeckt eine Gose? Man beginnt mit dem Auge: Sie ist hell- bis goldgelb und leicht trüb, mit einem Schaum, der schnell zusammenfällt. In der Nase kommen Zitrone und Koriander, manchmal etwas Brot. Der erste Schluck ist säuerlich, danach erscheint ein Hauch Salz, der den Mund wässrig macht. Wegen der geringen Bittere endet sie weich.
Wer nicht sicher ist, ob ihm Säure liegt, kann sich an Beispielen aus dem Harz orientieren. Die helle Gose vom Brauhaus Goslar ist nach Angaben der Brauerei obergärig und natürlich trüb, mild im Hopfen und malzig-weich. Die dunkle Gose ist nach derselben Quelle rötlich-braun und leicht rauchig-malzig. Eine Verkostungsempfehlung ist das nicht, nur eine Beschreibung der Brauerei.
Für Pilsfreunde bietet der Harz zwei Gegenstücke. Hasseröder aus Wernigerode ist ein verbreitetes Pils der Region und im Harz in vielen Gaststätten zu finden. Von der Altenauer Brauerei kommen unter anderem Harzer Dunkel und Harzer Hüttenbier, die man als kräftigere, malzigere Alternative probieren kann.
Zum Glas gibt es keine strenge Vorschrift. Eine Gose zeigt sich in einem schlanken Glas oder einer Tulpe am besten, weil sich dort Duft und Kohlensäure sammeln. Das Pils kommt meist in ein Stangenglas oder einen Pokal. Beide Biere werden gekühlt serviert, aber nicht eiskalt, sonst verschwindet die Säure der Gose hinter der Kälte.
Das Einschenken folgt der Sorte. Das Pils wird schräg gezapft und mit einer festen Schaumkrone abgeschlossen. Bei der Gose genügt ein sanftes Einschenken, damit die Hefe im Glas bleibt und sich nicht an der Wand festsetzt.