
Lüttje Lage
Essen & Bierkultur
Zum Hannoverschen Bier gehört die Lüttje Lage, ein Bier und ein Korn in zwei ineinandergesteckten Gläsern, die man in einer Hand hält und in einem Zug trinkt. Sie ist ein Ritual der Stadt, kein Rezept, und sie wird traditionell mit Pils getrunken.
Das Schützenfest Hannover geht auf das Jahr 1529 zurück und gilt als eines der größten Schützenfeste der Welt. Es hat ein eigenes Festbier, das nur dafür gebraut wird, und füllt jedes Jahr im Sommer den Schützenplatz.
Aus Braunschweig kommt die Braunschweiger Mettwurst, eine streichfähige Rohwurst, die zu Bier und Brot passt. Ihr Salz und ihr Rauch halten sich gegen ein trockenes, bitteres Pils die Waage.
Gespräche am Tresen drehen sich in beiden Städten gern um die Frage, wer das bessere Bier hat. Trinkgröße ist meist die Pilstulpe mit 0,3 Litern, größere Gläser gibt es eher beim Fest als im Wirtshaus.
Salziges und Fettiges verträgt ein bitteres Pils gut, weil die Bittere den Mund wieder frei macht. Zu Süßem wie Kuchen oder mildem Käse passt eher ein malzbetontes, dunkles Bier als ein herbes Pils. Das Schützenfest beginnt mit einem großen Umzug, dem Schützenausmarsch, und zieht Gäste aus der ganzen Region an, wobei das Bier dort vor allem begleitet, was auf dem Platz gegessen und gesungen wird. Bei der Lüttje Lage schiebt man Bierglas und Schnapsglas so ineinander, dass sich beim Trinken beides mischt.