
Tulpe und Taler
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Wie schmeckt ein Pils aus Hannover? Hellgelb im Glas, mit feinporigem weißem Schaum, einem Hauch von Brotkruste und Kräutern und einer klaren Bittere, die am Ende trocken bleibt. Als Geschmacksbeispiele dienen Gilde Pilsener und das Ratskeller Premium Pils aus der Gilde-Brauerei.
Auch die Marke Herrenhäuser aus dem Hannoveraner Stadtteil Herrenhausen gehört dazu, die 1868 gegründet wurde. Wolters Pils steht als Beispiel für eine Braunschweiger Marke, die gerade um ihre Zukunft kämpft.
Im Glas funktioniert die Pilstulpe am besten. Ihr schlanker Fuß bündelt die Kohlensäure, und der Schaum hat Platz. Serviert wird bei etwa 6 bis 8 Grad, kälter betäubt den Geschmack, wärmer lässt die Bittere hervortreten.
Beim Einschenken hält man das Glas schräg an den Zapfhahn, richtet es auf und lässt den Schaum steigen, bis die Krone über den Rand reicht. Wie lange das dauert, ist eine Frage der Anlage und keine feste Regel.
Wer Mumme probiert, nimmt besser ein kleines Glas. Sie schmeckt süß, malzig und kräftig, eher wie ein Dessert als wie ein Durstlöscher, und ein einziges Glas reicht deshalb meist völlig aus.
Riech zuerst am Glas: Brot, Heu und eine Spur Zitrus gehören zu einem frisch gezapften Pils, Kaffee oder Karamell eher nicht. Nach dem Einschenken sollte der Schaum etwa zwei Finger hoch stehen und beim Trinken Spuren am Glas hinterlassen, die Schaumhaftung zeigt ein sauber gespültes Glas an.