
Bratwurst & Brauhaus
Essen & Bierkultur
Was isst man zu Hofer Bier? Am Schlappentag steht die Hofer Bratwurst auf dem Tisch, und das aus gutem Grund: Ihr Fett und ihre Würze verlangen nach einem Bier mit Bittere und Kohlensäure, das den Mund wieder frisch macht. Ein Hofer Pils erledigt das ebenso wie ein trockenes Helles.
Im Wirtshaus der Region gehören dazu Klöße und Sauerkraut, wie sie in ganz Oberfranken zu Braten und Wurst gereicht werden. Das Dunkle schmeckt dazu, weil die Röstaromen des Malzes an die gebräunte Kruste erinnern. Weizenbier passt eher zu leichten Gerichten und Weißwurstfrühstück.
Bierkultur beginnt in Hof an den Orten, wo gebraut und ausgeschenkt wird. Meinels Bas in der Vorstadt ist die alte Brauwirtschaft der Familie Meinel, in der das Bier früher direkt vor Ort verkauft wurde. Mit dem Biersalon Trompeter betreibt die Brauerei außerdem ein Lokal im Zentrum.
Das größte Ritual ist der Schlappentag. Ein Festzug führt vom Rathaus zum Schießhäuschen, dabei gehen Ehrengäste, Lehrlinge, Schützenvereine, Vertreter des Brauhandwerks und der Gewerke mit. Dann gibt es die ersten Schlucke des eigens gebrauten Schlappenbiers. Der Name kommt von den Schlappen, den Holzpantoffeln, und ist seit 1904 belegt.
Wer die Region bereist, findet auch jenseits der Stadt Wirtshäuser, in denen Brauer und Wirt oft eine Person sind. Frankenwald-Tourismus führt dazu eine Brauerei-Liste und die Frankenwald-Sonnen-Bierstraße. Das Frankenwälder Brauhaus in Naila ist 2022 geschlossen worden, die Kommunbrau-Tradition der Stadt lebt in der Erinnerung weiter.