
Pils, Dunkel, Starkbier
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Wie schmeckt Hofer Bier? Typisch ist ein trockener, sauber gebauter Charakter ohne Zuckersüße, bei hellen Sorten mit klarer Hopfenbittere, bei dunklen mit Röstnote. Wer mehrere Sorten nebeneinander trinkt, merkt, wie nahe Pils und Export dort beieinander liegen.
Als Beispiele taugen vier Biere, die für die Region stehen. Das Pils von Scherdel zeigt den hellen, hopfigen Pol. Das Kellerbier von Meinel-Bräu steht für die unfiltrierte Seite mit weicherer, brotiger Note. Das Dunkle desselben Hauses zeigt die geröstete Seite. Das Schlappenbier von Scherdel, nach Angabe der Brauerei 6,5 Prozent stark, ist das Festbier der Region und ein saisonales Beispiel für kräftigeren Malzkörper.
Für Pils eignet sich eine schlanke Tulpe oder ein Pilsglas, weil sie den Schaum hält und das Aroma sammelt. Weizenbier gehört in das hohe, nach oben geweitete Weizenglas. Dunkle und Märzen schmecken auch aus dem Krug oder einem Becher, solange das Glas nicht eiskalt ist.
Pils trinkt man um 6 bis 8 Grad Celsius, Dunkles und Starkbier dürfen ein bis zwei Grad wärmer sein, damit Röst- und Malzaromen nicht in der Kälte verschwinden. Weizenbier verträgt etwas Kühle, aber keine Eiseskälte.
Zum Zapfen gehört Geduld. Das Pils wird in mehreren Schritten eingeschenkt, bis eine feste Schaumkrone steht, und es darf dabei kurz ruhen. Die oft zitierten sieben Minuten sind ein Sprichwort, kein Regelwerk. Die Zapfzeit hängt von Anlage, Temperatur und Kohlensäure ab.