
Gerste, Weizen, Röstmalz
Malz & Getreide
Aus welchem Malz wird Hofer Bier gebraut? In Bayern gilt für Bier das Reinheitsgebot: Gerstenmalz, Hopfen, Hefe und Wasser, bei obergärigem Weizenbier Weizenmalz statt Gerste. Zucker ist in Bayern auch für obergärige Biere verboten, anders als in anderen Bundesländern.
Malz entsteht, wenn Getreide in Wasser anfängt zu keimen und die Brauerei den Keimling an der Darre stoppt, einem beheizten Trockenboden. Wie lange und wie heiß dabei gedarrt wird, entscheidet über die Farbe. Helles Pilsner Malz bleibt blass, Münchner Malz kommt dunkler heraus, und für schwarze Biere dienen kräftig geröstete Malze, die an Brot, Kaffee und Kakao erinnern.
Dieses Spektrum braucht die Hofer Palette, denn sie reicht vom hellen Pils und Export über Kellerbier und Märzen bis zu Dunkel, Bock und Weizenbock. Die Alkoholgehalte der Hofer Biere liegen laut Genussportal zwischen 2,7 und 8 Prozent vol.
Das Weißbier verlangt eine eigene Malzmischung. Weizen sorgt für Schaum, ein weiches Mundgefühl und die typischen Fruchtnoten, die erst die obergärige Hefe daraus macht. Scherdel gehört zu den Brauereien der Region, die für ihre Weizenbiere bekannt sind.
Welche Mälzerei die Hofer Brauereien beliefert, wird in den öffentlichen Angaben nicht ausgewiesen. Meinel-Bräu erklärt, ausschließlich Rohstoffe aus regionaler, kontrollierter Erzeugung zu verwenden, und erhielt 1999 das Siegel „Qualität aus Bayern“ des Verbandes mittelständischer Brauereien. Das ist eine Angabe der Brauerei, keine unabhängige Prüfung. Gerste und Weizen wachsen in Oberfranken auf den Hochflächen rund um die Mittelgebirge.