
Schiefer & Quellen
Wasser & Boden
Woher stammt das Wasser für Hofer Bier, und schmeckt man den Frankenwald darin? Hof liegt an der Saale im Hofer Land, der Frankenwald schließt sich nach Westen an. Dort besteht der Untergrund überwiegend aus Schiefer und Grauwacke, Gesteinen, die dem Wasser wenig Mineralien mitgeben.
Regen versickert im Mittelgebirge langsam und kommt in kühlen Quellen wieder heraus. Solches Wasser gilt als weich. Verlässliche Messwerte für die Brauwässer einzelner Hofer Brauereien liegen hier nicht vor, deshalb stehen an dieser Stelle bewusst keine Zahlen.
Was weiches Wasser im Glas bewirkt, lässt sich allgemein erklären. Die Bittere des Hopfens wirkt dann sauberer und feiner, wie es seit jeher beim Pilsner Bier gelobt wird. Hartes, karbonatreiches Wasser trägt dunkle Malze besser, so bei Porter oder Stout. Hof braut helle und dunkle Biere nebeneinander und kann es sich deshalb leisten, nicht von einem einzigen Wasser abzuhängen.
Dazu kommt, dass fast alle Brauereien ihr Wasser heute aufbereiten: Sie enthärten es oder geben gezielt Salze zu. Das Wasser macht den Stil nicht mehr allein, sondern gehört zu den Stellschrauben des Braumeisters. Meinel-Bräu nennt als Grundsatz, ausschließlich regionale Rohstoffe aus kontrolliertem Anbau zu verarbeiten.
Das Klima im Hofer Land ist rau, die Winter sind lang. Das kam der alten Lagerung zugute: Kühle Keller hielten Bier über Wochen frisch. Meinel baute 1902 sein Brauhaus mit eigenen Gär- und Lagerkellern an der Alten Plauener Straße, die Stammstätte der Familie mit Gasthaus liegt in der Vorstadt.