
Pils, Dunkel, Schlappenbier
Bierstile
Was ist Hofer Bier? Es ist kein Bierstil, sondern eine Herkunftsbezeichnung. Unter dem Namen laufen Schankbier, Eisbier, Helles, Pils, Export, Dunkel, Kellerbier, Märzen, Bock hell und dunkel, Doppelbock, Weizenbiere und Weizenbock. Gemeinsam ist ihnen der Ort, nicht die Rezeptur. Wie stark ein Bier ist, steht auf dem Etikett, die Spanne reicht nach dem Genussportal von 2,7 bis 8 Prozent vol.
Den Alltag der Region prägen drei Typen. Das Pils ist der Standard im Wirtshaus: blass, trocken, mit deutlicher Hopfenbittere. Das Dunkle liegt Hof in der Nähe seiner Nachbarn, denn nördlich der Stadt beginnen Thüringen und Sachsen, wo das Schwarzbier seinen Ursprung hat. Das Weizenbier ergänzt die Palette obergärig.
Worin unterscheiden sich Dunkel und Schwarzbier? Münchner Dunkel ist braun, malzig und leicht süßlich und kommt aus Bayern. Das Schwarzbier ist fast schwarz, wirkt aber nicht schwer, sondern trocken und schlank, mit Röstnoten, die an Kakao und Brot erinnern. Hof liegt auf der Grenze beider Welten, und seine Dunklen lassen sich je nach Brauerei in die eine oder andere Richtung lesen.
Eine Besonderheit ist das Schlappenbier. Scherdel braut es für den Schlappentag mit nach Angaben der Brauerei 6,5 Prozent Alkohol, nach dem Originalrezept. Es gehört zu den starken Festbieren und wird nur zu diesem Anlass gebraut.
Alle Spannen unten stammen aus der Stilnorm des Wettbewerbs-Leitfadens BJCP 2021 und sind Wettbewerbskorridore, keine Rezeptpflicht. Das einzelne Bier kann außerhalb liegen, die Werte stehen auf dem Etikett der Brauerei.
Pils (deutsch)untergärig
- Stammwürze
- 11–12,4 °P
- Alkohol
- 4,4–5,2 % vol
- Bittere
- 22–40 IBU
- Farbe
- 4–8 EBC
Blassgolden, trocken, klare Hopfenbittere, feinporiger weißer Schaum.