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Hopfen in der Region Kelheim & Weltenburg

Hallertau nebenan

Hopfen

Wo wächst der Hopfen für Kelheimer Bier? Fast vor der Haustür. Die Hallertau, das größte zusammenhängende Hopfengebiet der Welt, reicht in den Landkreis Kelheim hinein. Mit rund 17.000 Hektar liefert sie gut vier Fünftel des deutschen Hopfens.

Hopfen aus der Hallertau trägt seit 2010 ein EU-Siegel als g.g.A. Weltenburg sagt über sich, der Hopfen komme aus der Hallertau vor den Toren des Klosters. Welche Sorten genau im Kessel landen, geben die Brauereien nicht im Einzelnen preis, deshalb bleiben wir bei den Sorten der Region.

Typisch sind Hallertauer Mittelfrüh, Hallertauer Tradition und Perle als Aromasorten, außerdem Magnum und Herkules, die vor allem Bittere liefern. Wer Hopfen früh in den Kessel gibt, bekommt Bitterstoffe, wer ihn spät gibt, bekommt Duft: Blumig, würzig, ein wenig nach Heu.

Die Bittere wird in IBU gemessen, einer Zahl für die Bitterstoffe im Bier. Ein Weißbier liegt nach der Stilnorm bei nur 8 bis 15 IBU, ein Dunkles bei 18 bis 28. Das ist wenig im Vergleich zum Pils. Bei Schneider Weisse und in Weltenburg tritt der Hopfen also bewusst leise auf, und der Duft der Hallertau reicht bis in die Kelheimer Biergärten.

Das ist Absicht. Beim Weißbier soll der Hopfen im Hintergrund bleiben, damit die Hefearomen aus Banane und Nelke nicht überdeckt werden. Beim Dunklen sorgt er für ein Gegengewicht zur Malzsüße, damit das Bier nicht pappig wird.

Dazu im Lexikon

Malz und Hopfen: RohstoffePils und Helles im Vergleich
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