
Dunkel, Bock, Weißbier
Bierstile
Was ist ein Münchner Dunkel? Ein untergäriges, dunkelbraunes Bier mit Aromen von Brotkruste und leichtem Karamell, aber ohne Brandgeschmack und ohne viel Bittere. Das Weltenburger Kloster Barock Dunkel gilt als Paradebeispiel und wurde mehrfach als bestes Dunkel der Welt ausgezeichnet, nach Angaben der Brauerei 2004, 2008 und 2012.
Wie unterscheidet sich Dunkelbier von Schwarzbier? Das Dunkle schmeckt nach Malz und Brot, das Schwarzbier ist trockener und hat röstige Noten, die an Kaffee erinnern.
Was ist ein Bockbier? Es ist ein stärkeres, untergäriges Bier mit mindestens 16 Prozent Stammwürze und knapp 6 bis 7 Prozent Alkohol. Der Name stammt aus Einbeck, nicht vom Ziegenbock, den man später dazuerfand. Der Weltenburger Asam Bock ist ein Dunkler Bock und trägt den Namen des Barockbaumeisters Cosmas Damian Asam.
Was ist der Unterschied zwischen Bock und Doppelbock? Der Doppelbock beginnt bei etwa 17,5 Grad Plato, ist also noch stärker, und stammt aus München.
Dass diese drei Stile aus einer Gegend kommen, ist kein Zufall: Dunkel und Bock sind die Klosterbiere, Weißbier ist das Bier des Herzogs. Das erklärt auch, warum sie in Kelheim nebeneinander stehen. Was unterscheidet Weißbier von Weizenbier und Hefeweizen? Nichts, es sind Wörter für dasselbe: Weißbier sagt man in Bayern, Weizen anderswo. Das Schneider Weisse Tap 7 Unser Original ist ein solches helles Hefeweizen, der Aventinus ein Weizenbock, also eine stärkere, dunkle Version, die nach Pflaume, Rosine und Schokolade schmeckt.
Münchner Dunkeluntergärig
- Stammwürze
- 11,9–13,8 °P
- Alkohol
- 4,5–5,6 % vol
- Bittere
- 18–28 IBU
- Farbe
- 33–55 EBC
Dunkelbraun, Brotkruste und Karamell, wenig Bittere, weicher Abgang.