
Kölsch, Wieß, Alt
Bierstile
Was ist Kölsch eigentlich? Ein helles, obergäriges, blank filtriertes Vollbier mit zarter Frucht und trockenem Abgang. Stammwürze, also der Zuckergehalt der Würze vor der Gärung, liegt bei 11 bis 12,4 Prozent. Der Alkoholgehalt bewegt sich laut BJCP-Leitfaden zwischen 4,4 und 5,2 Prozent vol, was für ein Bier dieser Klasse eher mittel ist.
Wie unterscheidet sich Kölsch vom Pils? Das Pils ist untergärig, hat mehr Bittere und wirkt herber. Kölsch ist obergärig, milder im Abgang und leicht fruchtig. Das Bier sieht aus wie ein helles Lager, schmeckt aber anders, weil die Hefe andere Aromen beisteuert. Wer in Köln „ein Kölsch“ bestellt, bekommt es dabei ohne Nachfrage in der Stange. Die Nachbarstadt Düsseldorf liefert die Gegenprobe: Altbier ist ebenfalls obergärig, aber dunkler und deutlich bitterer.
Zu Kölsch gehört zudem die Zwischenform „Wieß“. Der Name bezeichnet das helle obergärige Bier, das schon vor dem Kölsch-Begriff in Köln gebraut wurde. Er lebt heute vor allem als Traditionswort fort und hilft, die Geschichte des Stils zu verstehen. Moderne Brauhäuser verwenden ihn eher selten für ihr Standardbier.
Wie viel Alkohol hat Kölsch? Meist zwischen 4,4 und 5,2 Prozent vol. Einzelne Biere können davon abweichen, denn die Spannen aus dem Leitfaden sind Korridore für Wettbewerbe und keine Rezeptvorschrift. Wer es genau wissen will, schaut aufs Etikett. Auch den Unterschied zwischen Kölsch und Alt sieht man schon an der Farbe: Strohgelb steht gegen Kupfer, und beim Alt kommt eine deutlich kräftigere Bittere dazu.
Kölschobergärig
- Stammwürze
- 11–12,4 °P
- Alkohol
- 4,4–5,2 % vol
- Bittere
- 18–30 IBU
- Farbe
- 7–10 EBC
Strohgelb, blank, zarte Frucht, trockener Abgang, aus der Stange.