
Bratwurst und Bierwoche
Essen & Bierkultur
Auf der Kulmbacher Bierwoche trifft sich die Stadt, vom letzten Wochenende im Juli bis zum ersten im August. Es ist Kulmbachs großes Bierfest, und es gilt als das fränkische Gegenstück zum Münchner Oktoberfest. Die Termine ändern sich von Jahr zu Jahr, wer hinfahren will, schaut vorher nach.
Zur Bierkultur gehört die Brotzeit. In Oberfranken heißt das klassisch Bratwurst mit Brot oder Kraut, dazu Schäuferla oder Schweinebraten mit Kloß. Das Fett und die Röststoffe des Fleisches fängt ein Weißbier mit seiner Kohlensäure auf, ein Bockbier gleicht sie mit seiner Süße aus.
Der Mönchshof zeigt, wie sehr Bier, Brot und Gewürz zusammengehören. Neben dem Brauereimuseum liegen dort das Bäckereimuseum und das Deutsche Gewürzmuseum, und im Mönchshof Bräuhaus lässt sich das Gesehene nachschmecken. In Bayreuth lädt Maisel's Bier-Erlebnis-Welt auf rund 4.500 Quadratmetern zum Rundgang ein, mit dem Brauerei- und Büttnereimuseum, das nach Angaben des Hauses 1988 ins Guinness-Buch kam.
Der Eisbock passt weniger zum Hauptgang als zum Ende des Essens. Zu dunkler Schokolade, reifem Käse oder einem Nusskuchen kann seine Süße mithalten, ohne dass einer der Partner untergeht. Das ist eine Empfehlung für den Geschmack, nicht für die Menge.
Kleine Brauer gibt es in der Region ebenfalls, etwa die Kulmbacher Kommunbräu e. G. In Franken wird Bier meist als Halbe getrunken, also einen halben Liter, das Weißbier im passenden Glas. Bei starken Bieren wie dem Eisbock sind kleinere Gläser üblich, und wer fährt, lässt es ohnehin bleiben.