
Pils & Schwarzbier
Bierstile
Das Leitbier der Region ist das Pils. Es kam 1842 aus Pilsen, wo der bayerische Brauer Josef Groll am 5. Oktober den ersten Sud ansetzte, und wurde zum Standard der deutschen Brauereien. Lübzer, Rostocker und die Darguner Biere stehen in dieser Linie. Sie sind goldgelb, haben eine feste weiße Krone und schmecken trocken und leicht herb.
Wie viel Alkohol hat Pils? Laut Stilnorm zwischen 4,4 und 5,2 Prozent vol bei einer Stammwürze von 11 bis 12,4 Prozent. Stammwürze ist der Zuckeranteil der Würze vor der Gärung, er bestimmt, wie viel Alkohol am Ende möglich ist.
Der zweite Stil ist das Schwarzbier. Was ist Schwarzbier? Ein untergäriges, dunkles Bier, das trotz der Farbe schlank schmeckt und weder süß noch schwer ist. Die Störtebeker Braumanufaktur in Stralsund macht es zu einem ihrer Markenzeichen. Die Stilnorm gibt 4,4 bis 5,4 Prozent vol und 20 bis 35 IBU an.
Pils und Schwarzbier unterscheiden sich vor allem im Malz. Beim Pils ist es hell gedarrt und trägt Brotkruste und Honig bei, beim Schwarzbier steuern geröstete Malze Kakao, Kaffee und Brot bei. Beide werden kalt vergoren, beide sind frisch und trocken im Abgang. Wer ein Pils mag, findet im Schwarzbier deshalb schnell einen Einstieg in dunkle Biere.
Wer zum ersten Mal ein Schwarzbier probiert, erwartet oft ein schweres Bier wie Stout. Tatsächlich ähnelt es mehr einem dunklen Pils, nur mit Röstton.
Pilsuntergärig
- Stammwürze
- 11–12,4 °P
- Alkohol
- 4,4–5,2 % vol
- Bittere
- 22–40 IBU
- Farbe
- 4–8 EBC
Goldgelb, feste Schaumkrone, trocken, deutlich herb im Abgang.