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Wasser & Boden in der Region Mecklenburg & Vorpommern

Eiszeit & Küste

Wasser & Boden

Zwischen Seenplatte und Boddenküste hat die letzte Eiszeit alles geformt. Gletscher schoben Sand, Lehm und Geröll zusammen und ließen beim Abschmelzen Hunderte Seen zurück. Das Land ist flach, wellig und voller Wasser, und genau das prägt auch, was in die Sudpfanne fließt.

Brauwasser kommt in dieser Gegend aus dem Grundwasser unter den eiszeitlichen Ablagerungen. Wie hart es im Einzelnen ist, hängt vom Standort ab. Verlässliche Messwerte für die einzelnen Brauereien liegen nicht vor, deshalb nennen wir hier keine Zahlen.

Für das Pils der Region zählt ohnehin weniger die Quelle als die Aufbereitung. Moderne Brauereien enthärten ihr Wasser oder gleichen es mit Salzen ab, bis es zum Stil passt. Ein helles Pils verlangt weiches, mineralarmes Wasser, ein dunkles Bier verträgt mehr Karbonat. Das Wasser macht den Stil heute nicht mehr, es wird dem Stil angepasst.

Die Landschaft wirkt eher auf das, was um das Bier herum passiert. Das Klima an der Ostsee ist mild und windig, die Sommer sind kühler als im Süden. Gelagert wird in Edelstahltanks bei knapp über null Grad, Felsenkeller wie in Franken gibt es hier nicht, weil der Boden dafür aus Sand und Lehm besteht.

Der Wind bringt Salz und Feuchtigkeit mit, und so schmeckt ein kaltes Pils am Hafen von Stralsund oder Rostock anders als im Wohnzimmer. Das liegt am Ort und nicht am Wasser im Glas.

Dazu im Lexikon

Bier verstehen: GrundlagenMalz und Hopfen
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