
Hersbrucker Land
Hopfen
Wo wächst der Hopfen für das Nürnberger Rotbier? Nach Angaben der Hausbrauerei Altstadthof kommt der Naturhopfen für ihr Rotbier aus dem Anbaugebiet Hersbruck, Eckental und Herpersdorf, östlich der Stadt, in Bio-Qualität. Die Hopfengärten stehen also nicht in der Stadt, aber in Reichweite.
Die klassische Sorte dieses Landstrichs heißt Hersbrucker Spät. Sie gilt als feiner Aromahopfen mit mildem, würzigem Duft. Einen eigenen EU-Herkunftsschutz hat der Hersbrucker Hopfen nicht, anders als der Hopfen aus der Hallertau oder der Spalter, der als geschützte Ursprungsbezeichnung eingetragen ist.
Was macht Hopfen im Bier? Er bringt Bittere, die dem Malz die Süße nimmt, und er bringt Aroma. Bittere gewinnt man, wenn der Hopfen lange in der kochenden Würze bleibt, Aroma, wenn man ihn erst kurz vor Schluss zugibt. Bei einem malzbetonten Bier wie dem Rotbier bleibt der Hopfen eher im Hintergrund und rundet ab.
Südlich von Nürnberg liegt Spalt, ein eigenes kleines Hopfenland mit geschützter Ursprungsbezeichnung. Die Hallertau, das größte zusammenhängende Hopfengebiet der Welt, hat auf der Bierreise eine eigene Station. Für die Brauereien in Nürnberg und Fürth ist all das nur eine Tagesreise entfernt.
Wie viel Hopfen im Hersbrucker Land heute wächst, lässt sich hier nicht in Hektar angeben, weil keine belegte Zahl vorliegt. Sicher ist, dass die Hausbrauerei Altstadthof ihren Hopfen ausdrücklich aus dieser Gegend bezieht und dass er dort für das Original Nürnberger Rotbier verwendet wird, ein Bier, das sich seit Jahrhunderten über sein Malz definiert.