
Dunkel, Pils, Bock
Bierstile
Was ist ein Klosterbier? Einen geschützten Stil gibt es dafür nicht. „Klosterbier“ beschreibt die Herkunft, nicht die Rezeptur. Das Kreuzberger Klosterbier Dunkel, das Hauptbier der Klosterbrauerei, ist ein untergäriges dunkles Lagerbier und liegt damit in der Nähe des Münchner Dunkel.
Wie schmeckt ein Dunkles? Nach Brotrinde, leicht nussig und mit einer Süße, die nicht klebt. Der Unterschied zum Pils liegt im Malz: Pils ist hell, trocken und bitter, Dunkel ist weich, rund und malzbetont. Beide sind untergärig, sie unterscheiden sich nur in Malz und Hopfung. Wer beides nebeneinander probiert, merkt den Unterschied nach dem ersten Schluck, auch ohne Vorwissen.
Der Weihnachtsbock vom Kreuzberg gehört zur Familie der Bockbiere. In Deutschland darf sich nur Bier „Bock“ nennen, dessen Stammwürze mindestens 16 Prozent beträgt. Die Stammwürze ist der gelöste Zuckeranteil der Würze vor der Gärung, und je höher sie liegt, desto mehr Alkohol kann entstehen.
Ein Pils gehört in der Rhön ebenfalls dazu. Die Rhönbrauerei in Kaltennordheim gibt ihr Landpremium als bernsteinfarbenes Bier in Pils-Art an, und ihr Urtyp Dunkel gilt als vollmundig und malzig. Die Steckbriefe zeigen, in welcher Spanne solche Stile nach den Wettbewerbsrichtlinien des BJCP liegen. Das Rother Bräu und das Kloster Kreuzberg bewegen sich mit ihren Leitbieren in genau diesem Rahmen.
Einzelne Brauereien weichen davon ab, das ist normal. Ein Steckbrief beschreibt den Stil, nicht das einzelne Bier.
Münchner Dunkeluntergärig
- Stammwürze
- 11,9–13,8 °P
- Alkohol
- 4,5–5,6 % vol
- Bittere
- 18–28 IBU
- Farbe
- 33–55 EBC
Dunkelbraun, Brotrinde und Nuss, weich, wenig Bittere.