
Krug, Keller, Kühle
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Wie schmeckt Rhöner Bier? Meist ruhig und eher malzig, selten laut. Das Kreuzberger Klosterbier Dunkel schmeckt nach Brotrinde und Nuss, das Landpremium der Rhönbrauerei beschreibt sich selbst als vollmundig bernsteinfarben, und das Pils vieler Rhöner Häuser ist trocken-herb, aber nicht scharf.
Drei Biere eignen sich als Einstieg, und sie zeigen die Spanne der Region. Das Kreuzberger Klosterbier Dunkel steht für Klosterbier, das Rother Bräu für die Bio-Linie, die Rhönbrauerei Dittmar für die thüringische Seite der Rhön. Jedes erzählt etwas anderes über denselben Berg, und alle drei bekommt man am besten dort, wo man sie auch wirklich ausgeschenkt sieht: in Wirtschaften rund um Bischofsheim und in der Klosterschänke.
Das Glas richtet sich nach dem Bier. Dunkel und Bock schmecken im Humpen oder im Krug mit Henkel gut, weil die Hand das Bier nicht wärmt. Pils gehört in eine Tulpe oder einen Stiel-Pokal, in dem sich der Duft sammelt.
Die Temperatur macht viel aus. Pils trinkt man etwa bei 6 bis 8 Grad, Dunkel und Bock bei 8 bis 10 Grad, damit das Malz seine Aromen zeigt. Zu kalt, und das Bier schmeckt nach nichts, zu warm, und es wird schwer und süßlich. Beides lässt sich vermeiden, indem man das Glas einen Moment stehen lässt.
Beim Einschenken hilft Geduld. Das Glas leicht schräg halten, am Rand entlang einlaufen lassen und am Ende aufrecht stellen, damit eine feste Schaumkrone entsteht. Sie schützt das Bier vor Luft und hält den Duft zusammen.