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Hopfen in der Region Ruhrgebiet

Bittere aus Bayern

Hopfen

Im Ruhrgebiet wächst kein Hopfen. Die Brauer holen ihn aus den deutschen Anbaugebieten, vor allem aus der Hallertau in Bayern. Deutschland hatte 2025 rund 18.962 Hektar Hopfenfläche, und der weitaus größte Teil davon liegt in der Hallertau, dem größten zusammenhängenden Hopfengebiet der Welt.

Wie bitter ist Pils? Die Bittere misst man in IBU, der Einheit für Bitterstoffe im Bier. Ein deutsches Pils liegt nach der Stilnorm zwischen 22 und 40 IBU, das ist deutlich mehr als bei einem Hellen. Die Bitterstoffe stammen aus den Alphasäuren der Dolden, die beim langen Kochen der Würze in die Flüssigkeit übergehen.

Zwei Gruppen von Hopfen teilen sich die Arbeit. Bitterhopfen wie Magnum oder Herkules kommt früh in den Kessel und liefert die klare, saubere Bittere. Aromahopfen wie Hallertauer Tradition, Spalter Select oder Tettnanger kommt kurz vor Schluss und gibt Blüten, Kräuter und Gras. Welche Sorten das Stauder Premium Pils, das Pils von Moritz Fiege oder das König Pilsener genau enthalten, geben die Brauereien meist nicht an.

Das ist der Grund, warum Revierpils oft herb und trocken wirkt. Wer einmal ein Pils aus dem Ruhrgebiet neben ein Helles aus München stellt, schmeckt den Unterschied sofort. Das Pils will sauber enden und die Zunge kurz am Gaumen zurücklassen.

Herkunftsschutz gibt es für den Hopfen selbst. Hopfen aus der Hallertau und Tettnanger Hopfen tragen seit 2010 die geschützte geografische Angabe, der Spalter Hopfen seit 2012 die geschützte Ursprungsbezeichnung. Für das Bier aus dem Revier gilt das nicht.

Dazu im Lexikon

Malz und Hopfen erklärtBier verstehen: Grundlagen
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