
Quelle & Hopfenboden
Wasser & Boden
Das Brauwasser der Stadtbrauerei Spalt kommt nach Angaben der Brauerei aus einer eigenen Quelle, rund 64 Meter tief, und ist weich. Weich heißt: Es enthält wenig gelöste Mineralstoffe wie Kalk. Verlässliche Messwerte nennt die Brauerei hier nicht, deshalb bleibt es bei dieser Beschreibung.
Was das mit dem Bier macht, lässt sich gut erklären. Weiches Wasser betont die Hopfenbittere sauber, statt sie hart oder kratzig zu machen, und lässt helle Malze zart wirken. Ein Pils profitiert davon besonders, so wie schon Pilsen mit seinem sehr weichen Wasser den Maßstab gesetzt hat. Viele Brauereien bereiten ihr Wasser heute ohnehin auf, doch wer mit weichem Quellwasser beginnt, hat weniger zu korrigieren.
Das Fränkische Seenland gibt der Region sein heutiges Gesicht. Altmühlsee und Brombachsee sind Stauseen, die als Teil einer Wasserüberleitung zwischen den Flussgebieten von Donau und Main angelegt wurden. Mit dem Brauwasser haben sie nichts zu tun, wohl aber mit dem Klima und den Ausflüglern, die an den Ufern zum Wirtshaus wandern.
Für den Hopfen zählt der Boden. Die Spezifikation des Siegelgebiets nennt tiefgründige, leichte bis mittelschwere und leicht erwärmbare Böden. Dazu kommen rund 650 Millimeter Niederschlag und etwa 1.700 Sonnenstunden im Jahr. So viel Wärme und Luft im Boden lassen die Wurzeln tief greifen, und die feinen Aromen reifen langsam aus. Auf schweren, nassen Böden gelingt das weniger gut, und ein kühler, verregneter Sommer drückt die Qualität des Hopfens spürbar.