
Pils und Helles
Bierstile
Pils und Helles sind die beiden Gesichter des Bieres am Bodensee. Beide sind untergärig und hell, aber sie wollen Verschiedenes: Das Pils soll bitter und hopfig sein, das Helle weich und malzig.
Was ist ein deutsches Pils? Ein goldgelbes, klares Lagerbier mit deutlicher Hopfenbittere und festem Schaum. Nach den Stilnormen des BJCP liegt die Stammwürze (das ist der Gehalt an gelösten Stoffen im Sud, vor dem Gären gemessen) bei 11 bis 12,4 Grad Plato, der Alkohol bei 4,4 bis 5,2 Prozent. Der Hopfen bringt 22 bis 40 IBU, das ist die Skala der Bittere.
Was unterscheidet das Helle davon? Es hat weniger Bittere, nämlich 16 bis 22 IBU, und wirkt dadurch rund und brotig. Stammwürze 11 bis 11,9 Grad Plato, Alkohol 4,7 bis 5,4 Prozent. Es ist das Bier, das man im Süden zum Essen trinkt, ohne groß darüber zu reden.
Am See kommt der Hopfen dazu: In Fürstenberg Premium Pilsener steckt nach Angaben der Brauerei eine Mischung aus Hallertauer und Tettnanger Aromahopfen, im Ruppaner Bodensee Pils laut Brauerei fünf Sorten. Beide sind Pils, aber ihr Duft kommt aus dem Tettnanger Hopfen und nicht aus der Hefe.
Eine eigene Bierstilbezeichnung Tettnanger gibt es nicht. Der Name gilt nur für den Hopfen, und ein Bier kann ihn tragen, ohne einen eigenen Stil zu haben. Wer Pils und Helles unterscheiden will, probiert beide nebeneinander: Das Pils beißt im Abgang, das Helle lässt los.
Pilsuntergärig
- Stammwürze
- 11–12,4 °P
- Alkohol
- 4,4–5,2 % vol
- Bittere
- 22–40 IBU
- Farbe
- 4–8 EBC
Goldgelb, klar, feste Blume, deutliche Hopfenbittere, trockener Abgang.