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Wasser & Boden in der Region Tettnang & Bodensee

Eiszeit, Schotter, See

Wasser & Boden

Auf einem Boden aus Gletscherresten wächst der Tettnanger Hopfen, und das erklärt mehr über das Bier der Region als jede Härtetabelle. Vor rund 10.000 Jahren zogen sich die Eismassen der letzten Eiszeit in die Alpen zurück. Sie ließen Schotter und Moränen liegen, vor allem im Schussenbecken und entlang der Argen.

Auf diesem Niederterrassenschotter, der Jungmoräne der Würm-Eiszeit, wird der Hopfen angebaut. Es ist überwiegend sandiger, kalkreicher Lehm, der den Wurzeln Tiefgang erlaubt: Bis zu zwei Meter tief gehen sie nach Angaben der Anbauer in den Boden. Der Hopfen ist eine Kletterpflanze und braucht dazu Kraft von unten.

Nach Angaben der Pflanzer erreicht er in Tettnang bis zu 8,30 Meter Wuchshöhe, während Gerüste in anderen Gebieten meist 7 bis 7,50 Meter hoch sind. Boden, Niederschlag und Temperatur gelten dafür als günstig.

Der Bodensee wirkt dabei wie ein Ausgleichskissen. Im Winter speichert der See Wärme, im Sommer kühlt er die Luft. Im Jahr fallen etwa 1.000 Millimeter Regen, davon rund zwei Drittel zwischen April und August, also genau in der Zeit, in der der Hopfen wächst.

Und das Brauwasser selbst? Welches Wasser eine Brauerei am See einsetzt, steht in keiner verlässlichen Gesamtübersicht, deshalb bleibt es hier bei dem, was allgemein gilt. Helle, hopfenbetonte Biere gelingen am besten mit weichem, mineralarmem Wasser, wie es in Pilsen fließt. Fast alle Brauereien bereiten ihr Wasser heute ohnehin auf, sie enthärten es oder geben Salze zu. Der Stil kommt deshalb weniger aus dem Brunnen als aus dem Hopfengarten.

Dazu im Lexikon

Bier verstehen: GrundlagenPils und Helles erklärt
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