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Hopfen in der Region Oberpfälzer Zoigl

Zurückhaltende Bittere

Hopfen

Hopfen wächst in der nördlichen Oberpfalz nicht in nennenswertem Umfang, und für den Zoigl wird er zugekauft. Das große deutsche Anbaugebiet, die Hallertau, liegt weiter südlich und stellt nach Angaben der Branche den weitaus größten Teil der deutschen Hopfenfläche.

Welche Sorten die einzelnen Rechtler nehmen, ist nicht einheitlich vorgeschrieben und lässt sich hier nicht belegen. Üblich für untergärige Biere dieser Art sind klassische deutsche Sorten, die feine, würzige und blumige Noten geben. Im Zoigl steht der Hopfen im Hintergrund.

Man unterscheidet bei der Hopfung zwei Dinge. Die Bittere kommt von den Alphasäuren, die erst im langen Kochen aus dem Hopfen gelöst werden, das Aroma von den ätherischen Ölen, die bei kurzer Kochzeit oder spät im Sud erhalten bleiben.

Im Glas zeigt sich das als ein ausgeprägtes Malzaroma mit einer sanften Hopfennote. Wer ein Pils mit kräftiger Bittere erwartet, trinkt hier etwas anderes: Der Zoigl lebt von Malz und Hefe, und der Hopfen hält das Bier nur im Gleichgewicht, damit es nicht süßlich wirkt. Dieser ruhige Charakter erklärt auch, warum viele den Zoigl als süffig beschreiben, also als ein Bier, das sich ohne Mühe trinken lässt.

Für die Kochzeit gilt als Faustregel: Wer lange kocht, bekommt Bittere, wer spät nachhopft, bekommt Duft. Im Zoigl sucht man beides in kleiner Dosis. Das passt zu einem Bier für lange Abende, denn hohe Bitterwerte ermüden den Gaumen, während ein mildes Bier sich über Stunden trinken lässt.

Dazu im Lexikon

Malz und HopfenPils und Helles im Vergleich
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Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft