
Granit und Keller
Wasser & Boden
Zwischen Oberpfälzer Wald, Stiftland und der böhmischen Grenze ist der Untergrund hartes, altes Gestein. Granit und Gneis prägen die Gegend rund um Windischeschenbach und Mitterteich, und solches Gestein liefert in der Regel recht weiches Wasser, also Wasser mit wenig gelösten Kalk- und Mineralsalzen.
Für ein Bier mit Malzaroma ist das eine gute Ausgangslage. Weiches Wasser lässt die Bittere des Hopfens milder erscheinen, und der Körper des Biers wirkt runder, als er es mit stark mineralhaltigem Wasser täte. Genaue Härtewerte der einzelnen Brauhäuser nennen wir hier nicht, weil sie sich je Quelle und Jahr unterscheiden.
Das Klima ist rau. Der Oberpfälzer Wald hat kühle Sommer und lange, kalte Winter, und genau darauf ist die Zoiglbrauerei eingerichtet. Die Würze kühlt über Nacht in einem offenen, flachen Becken im Brauhaus aus, dem Kühlschiff, und die Nachtluft hilft dabei.
Gelagert wird nicht im Brauhaus, sondern in den Kellern der Rechtler. Wie viel Gestein dort um die Fässer liegt, bestimmt jedes Haus selbst. Entscheidend ist, dass der Keller auch im Sommer kühl bleibt, denn untergärige Hefe arbeitet am besten bei niedrigen Temperaturen.
Wasser macht im Bier nur dann einen Unterschied, wenn es zum Rezept passt. Viele Brauer bereiten ihr Wasser heute auf, mit Salzen oder durch Entkalken. Ob das ein Kommunbrauhaus tut, ist nicht überall bekannt. Die Aussage vom weichen Wasser bleibt deshalb eine Faustregel für die Gegend und keine Garantie für jeden Sud.