
Pils und Lager
Bierstile
Was ist ein elsässisches Bier? Einen eigenen geschützten Stil gibt es nicht. Gemeint ist meist ein helles, untergäriges Bier nach mitteleuropäischer Art, das als Lager oder Pils auf den Tisch kommt. Es ist golden bis strohgelb, blank und hat eine feine Schaumkrone. Gebraut wird es in Obernai ebenso wie in Hochfelden, und beide Orte sind vom Geschmack her näher beieinander, als es die Größe der Brauereien vermuten lässt.
Wo liegt der Unterschied zwischen Pils und Lager? Pils ist trockener und hopfenbetonter: Die Bittere liegt beim deutschen Pils nach der BJCP-Norm bei 22 bis 40 IBU. Ein internationales helles Lager bleibt mit 18 bis 25 IBU milder und weicher. Kronenbourg 1664 mit seinen 5,5 Prozent Alkohol liegt im Rahmen des Lagers, nicht des klassischen Pils.
Der Unterschied zum Norden des Landes ist groß. Die Bière de Garde stammt aus Nordfrankreich, hat 6 bis 8,5 Prozent Alkohol und kann ober- oder untergärig sein. Wer im Elsass ein Lager bestellt, bekommt etwas anderes: leichter, frischer und für die Mahlzeit gedacht.
Wie viel Alkohol hat ein Lager? Üblich sind 4,5 bis 6 Prozent. Die Zahl nennt die Stammwürze, das ist der gelöste Zucker vor der Gärung in Grad Plato, und je mehr davon die Hefe zu Alkohol macht, desto kräftiger das Bier. Für ein helles Lager nennt der BJCP-Leitfaden 10,5 bis 12,4 Grad Plato, ein Wettbewerbskorridor und keine Rezeptpflicht.
Helles Lager (international)untergärig
- Stammwürze
- 10,5–12,4 °P
- Alkohol
- 4,5–6 % vol
- Bittere
- 18–25 IBU
- Farbe
- 4–12 EBC
Goldgelb, blank, milde Malzsüße, zurückhaltende Bittere, glatter Abgang.