
Helles Lager
Bierstile
Das Leitbier Lothringens ist ein helles Lagerbier, wie es die großen Brauereien Frankreichs im 20. Jahrhundert prägten. Es ist untergärig, hellgelb, klar und leicht. Der Stil wird international Pale Lager genannt und nicht geschützt.
Wie schmeckt ein helles Lagerbier? Man schmeckt frisches Brot, ein wenig Honig und einen leichten Hopfenhauch. Die Bittere bleibt zurückhaltend, der Abgang ist kurz und sauber. Das Bier ist für den Durst gemacht und nicht zum Studieren.
Wie unterscheidet es sich vom Pils? Pils ist deutlich stärker gehopft, bitterer und trockener im Abgang. Ein internationales helles Lager hat weniger Bittere und wirkt weicher.
Die kräftigen Bières de Garde gehören zu Nordfrankreich und sind obergärig oder untergärig, eine ganz andere Welt. In Lothringen steht dagegen der Lagertyp im Vordergrund, so wie ihn Pasteur und die Brauer von Tantonville erforschten.
Moderne Kleinbrauereien der Region brauen daneben auch Ales, Weizenbiere oder IPAs. Das Handwerk lebt, doch einen eigenen, festgelegten lothringischen Stil gibt es nicht.
Wie stark ist ein helles Lager? Meist liegt es zwischen viereinhalb und sechs Prozent Alkohol, ein gewöhnliches Bier also. Wer in Champigneulles oder Nancy ein Bier bestellt, bekommt im Zweifel genau diesen Typ ins Glas, klar und gut gekühlt, ohne Überraschung. Das ist seine Stärke und zugleich der Grund, warum es sich so gut zum Essen eignet. Die Farbe liegt zwischen Stroh und Gold, der Schaum fällt nach einer Weile zusammen, und das Glas bleibt dabei sauber.
Helles Lager (International Pale Lager)untergärig
- Stammwürze
- 10,5–12,4 °P
- Alkohol
- 4,5–6 % vol
- Bittere
- 18–25 IBU
- Farbe
- 4–12 EBC
Hellgelb, klar, brotig-mild, wenig Bittere, kurzer sauberer Abgang.