
Kühl & frisch
Verkosten
Ein helles Lager aus Lothringen riecht nach Getreide und frischem Brot, daneben nach Heu und manchmal nach einem Hauch Zitrone. Im Mund ist es leicht, mit feiner Kohlensäure und wenig Bittere. Das Bier wirkt am besten, wenn es gut gekühlt im Glas steht.
Als Beispiele dienen Biere von großen Häusern wie der Brasserie de Champigneulles, die nach eigenen Angaben 200 Menschen beschäftigt. Daneben gibt es kleine Brauereien der Region, die auf der Route lorraine de la bière verzeichnet sind. Nancy fördert diese Tour als touristisches Angebot.
In Frankreich bestellt man oft ein Demi, meist einen Viertelliter, vom Fass. Das kleine Glas hält das Bier kühl und frisch, bis es leer ist. Größere Gläser sind in Cafés ebenfalls üblich, aber das Demi ist der Klassiker.
Die richtige Temperatur liegt bei etwa fünf bis sieben Grad. Kälter betäubt den Geschmack, wärmer lässt das Bier flach wirken. Das Glas sollte sauber und fettfrei sein, damit die Schaumkrone hält.
Wer zapft, hält das Glas schräg und lässt das Bier an der Wand entlang einlaufen. Zum Schluss stellt man es gerade, damit sich eine feine Krone bildet. Wer kein Fass hat, gießt die Flasche genauso ein.
Wer ein Bier prüft, sieht erst hin, riecht dann und trinkt zuletzt. Farbe und Klarheit verraten den Typ, der Duft die Frische, der erste Schluck das Gleichgewicht von Süße und Bittere. Ein gutes helles Lager hinterlässt keinen schweren Nachgeschmack.