
Krabbe, Dumplings, Pub
Essen & Bierkultur
Neben der Brauerei Woodforde's in Woodbastwick liegt der Fur & Feather Inn, der seit 1992 in einer Reihe umgebauter Reetdachhäuser untergebracht ist. Ein Pub neben der Brauerei zeigt gut, wie eng Bier und Dorf in Norfolk zusammengehören: Das Fass kommt aus dem Hof nebenan, und das Bier schmeckt nach dem Land ringsum.
Von der Küste kommt die Cromer-Krabbe, eine kleine, süßliche Krabbe aus der Nordsee vor Norfolk. Ein Best Bitter mit milder Bittere und wenig Kohlensäure schmückt ihr Fleisch, ohne es zu überdecken. Dazu passt auch Samphire, Queller, eine salzige Pflanze aus den Salzwiesen.
Auf dem Land isst man Norfolk Dumplings, Klöße aus Mehl und Fett, die in Eintöpfen garen. Das kräftige Strong Bitter passt dazu, denn seine Röstnoten gleichen das Fett aus. Auch Suffolk Ham, ein mild gepökelter Schinken, trifft auf ein Bitter mit Brotkruste und Honig.
An der Küste isst man Fish and Chips, ausgebackenen Fisch mit dicken Kartoffelstäben. Das Frittierte verlangt nach Bitterkeit, die den Geschmack erfrischt. Beliebt ist auch der Yarmouth Bloater, ein leicht geräucherter Hering, der nach Great Yarmouth benannt ist.
Auch Feste gehören dazu. Das Cambridge Beer Festival, getragen von der lokalen CAMRA-Gruppe, ist seit Jahrzehnten ein Treffpunkt für Real Ale aus dem ganzen Land. Man bestellt es in Pints oder in Halben, wer mehr probieren will, nimmt die kleine Menge. Zu jedem Gericht gilt: Das Bier soll es begleiten, nicht überfahren, und es darf ruhig lange im Glas bleiben, während man erzählt.