
Bitter, Strong Bitter
Bierstile
Was unterscheidet Bitter und Pale Ale? Oft nur der Name auf dem Etikett. Dasselbe Bier heißt vom Fass im Pub Bitter und aus der Flasche Pale Ale, und beide sind helle bis kupferfarbene, obergärige englische Ales. In East Anglia ist das Bitter der Alltagsstil.
Das Best Bitter hat nach BJCP 3,8 bis 4,6 Prozent vol und 25 bis 40 IBU. Ein ostenglisches Beispiel schmeckt nach Biskuit, Orangenmarmelade und einem Hauch Erde, der Abgang ist trocken. Es ist ein Bier zum Trinken, nicht zum Staunen, und gerade das macht den Reiz aus.
Das Strong Bitter geht weiter. Es liegt nach BJCP zwischen 4,6 und 6,2 Prozent vol bei 30 bis 50 IBU und ist kräftiger in Malz und Hopfen. Greene Kings Abbot Ale wird in diesem Spielfeld verortet, mit Brotkruste, Dörrobst und Honig im Geschmack.
Zwei Verwechslungen kommen häufig vor. Ein Strong Bitter ist kein Barley Wine, denn der liegt nach BJCP bei 8 bis 12 Prozent vol und schmeckt süß und schwer. Und es ist kein Porter, denn seine Farbe stammt vom Karamellmalz und nicht von geröstetem Malz.
Die Nähe zur Gerste prägt den Geschmack dieser Biere. Das Malz steht im Vordergrund, der Hopfen begleitet es nur, und gerade das unterscheidet ein ostenglisches Bitter von einem stark gehopften English IPA, das nach BJCP 40 bis 60 IBU erreicht.
Das Bitter bleibt der Stil, an dem man East Anglia im Glas am schnellsten erkennt. Es ist leicht genug für mehrere Pints am Abend und doch kräftig genug, um nach Gerste zu schmecken.
Best Bitterobergärig
- Stammwürze
- 10–11,9 °P
- Alkohol
- 3,8–4,6 % vol
- Bittere
- 25–40 IBU
- Farbe
- 16–32 EBC
Bernstein, Biskuit und Orangenmarmelade, trockener Abgang.