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Wasser & Boden in der Region Glasgow

Loch Katrine

Wasser & Boden

Das Wasser für Wellpark kommt aus den Highlands. Die Stadt Glasgow bezieht ihr Trinkwasser aus Loch Katrine, einem See rund dreißig Meilen nördlich, und über ein System aus Aquädukten und Tunneln fließt es in die Stadt. Das Wasserwerk entstand im 19. Jahrhundert.

Das Wasser aus Loch Katrine ist natürlich weich, es enthält also wenig gelöste Mineralien. Weiche Wasser mit wenig Kalk und Sulfat kennt man auch aus Pilsen, und sie gelten als ideal für helle Lagerbiere. Die Bittere des Hopfens wirkt darin rund und mild statt hart und kratzig.

Das Gegenstück sind Städte wie München, Dublin oder London mit karbonatreichem Wasser, das dunkle Malze besser verträgt. Glasgow ging also einen anderen Weg als viele britische Bierstädte, die auf hartes Wasser für ihre Ales setzten. Messwerte nennen wir hier nicht, weil die Tabellen in der Literatur sich widersprechen.

Zur Landschaft: Die Stadt liegt am Clyde, und das Klima ist kühl und feucht. Für Lagerbier, das kalt vergären und lagern soll, sind das gute Voraussetzungen, auch wenn Kühlung längst Technik ist und nicht mehr vom Wetter abhängt.

Heute bereiten nahezu alle Brauereien ihr Wasser auf, sie enthärten es oder ergänzen Salze. Dass Glasgow weiches Wasser liefert, hilft trotzdem: Wer weniger korrigieren muss, hält den Aufwand klein. Ein Brauer kann sich dann auf Malz, Hopfen und Hefe konzentrieren, statt gegen das Wasser zu arbeiten.

Dazu im Lexikon

Bier verstehen: GrundlagenMalz und Hopfen
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