
Rind, Sauce, Pub
Essen & Bierkultur
Was isst man in Herefordshire zum Bier? Wer im Pub am Fluss Wye sitzt, bekommt oft Hereford-Rind: Die Rinder mit dem weißen Gesicht und dem rotbraunen Fell stammen aus der Grafschaft und werden als Steak oder Braten serviert. Das kräftige Fleisch verträgt ein Bitter, denn Röstaromen und Malz treffen sich in der Mitte.
Aus Worcester kommt die Worcestershire Sauce. John Wheeley Lea und William Henry Perrins bringen sie 1837 auf den Markt, eine würzige, dunkle Sauce aus Essig, Tamarinde und Gewürzen. Sie gehört auf Käse auf Toast und in manche Eintöpfe. Zum Bier passt sie, weil Säure und Umami das Malz ergänzen.
Ploughman's Lunch ist die klassische Brotzeit der englischen Pubs. Dazu gehören Brot, Käse, Pickles und Chutney. Aus der Gegend kommen Äpfel, Birnen und Pflaumen, und im Frühsommer wird Spargel aus dem Tal von Evesham serviert. Alle diese Früchte stammen aus den Obstgärten, die den Cider möglich machen.
Der Pub ist das Wohnzimmer des Dorfes. Man bestellt an der Theke, nicht am Tisch, zahlt sofort und trägt das Glas selbst. Round heißt die Runde, die jeder im Wechsel ausgibt. In alten Fachwerkhäusern sieht man die schwarzweißen Balken, die der Region den Beinamen Black and White Villages einbrachten.
Die Brauereien öffnen ihre Tore zu Festivals. Herefordshire und Worcestershire haben Bierfeste vor Ort, und im Herbst folgt die Apfelernte mit den Cider-Festen. Wer in den Pubs unterwegs ist, kann Bitter, Cider und Perry nebeneinander probieren und merkt, wie nah sich die Getränke sind.