
Porter, Bitter, Brown
Bierstile
Was ist der Unterschied zwischen Porter und Stout? Beide sind dunkle, obergärige Biere, und beide stammen aus London. „Stout“ hieß ursprünglich einfach „stark“, und „Stout Porter“ war ein stärkerer Porter. Daraus wurde später „Stout“. Irland, vor allem Guinness, machte den Stil berühmt, erfand ihn aber nicht. Nach dem BJCP-Leitfaden hat English Porter 4 bis 5,4 Prozent vol, Irish Stout 3,8 bis 5. Beim Stout ist die Röstnote meist deutlicher.
Wie schmeckt ein Londoner Porter? Nach Brotkruste, Toffee, dunkler Schokolade und leichter Röstbittere, aber ohne das Verbrannte eines starken Stouts. Es ist dunkelbraun bis fast schwarz, nicht dick, und der Schaum ist beige.
Das Bitter dagegen ist kupferfarben bis goldbraun. Der Name sagt etwas über die Zeit: Gegenüber dem süßeren Mild galt das stärker gehopfte Bier als bitter. Das Best Bitter hat nach BJCP 3,8 bis 4,6 Prozent vol. Es schmeckt nach Brotkruste, Karamell und mildem Hopfen und passt zu einem langen Pub-Abend, weil es nicht schwer ist. Stärkere Versionen heißen Strong Bitter oder ESB, kurz für Extra Special Bitter.
Fast verschwunden ist das London Brown Ale in seiner historischen Form. Das BJCP führt es als historischen Stil mit 2,8 bis 3,6 Prozent vol: dunkel, leicht süß und niedrig im Alkohol. Der Mild, ebenfalls dunkel und leicht, ist heute selten. Wer in einem Pub von Fuller's nach einem dunklen Bier fragt, bekommt eher ein Porter als einen Mild, denn das Porter hat sich in London gehalten. Fuller's London Porter ist ein Beispiel dafür.
English Porterobergärig
- Stammwürze
- 10–12,9 °P
- Alkohol
- 4–5,4 % vol
- Bittere
- 18–35 IBU
- Farbe
- 39–59 EBC
Dunkelbraun, Brotkruste und Toffee, mäßig bitter, ohne scharfe Röstnote.