
Pint & Handpumpe
Verkosten
Ein Pint ist in Großbritannien ein Maß von 568 Millilitern und das übliche Glas im Pub. Gezapft wird beim Real Ale meist mit einer Handpumpe, der „beer engine“. Der Wirt zieht den Hebel, und das Bier kommt aus dem Cask im Keller nach oben. Das Glas ist oft ein „Nonic“ mit einem leichten Wulst unterhalb des Randes, der das Anstoßen weniger gefährlich macht, oder ein Henkelglas.
Wie kalt muss Real Ale sein? Nicht eiskalt. Als Faustregel gilt Kellertemperatur, etwa 11 bis 13 Grad. Bei dieser Wärme zeigt sich das Aroma, und das Bier schmeckt rund. Das Prickeln ist gering, was manche zuerst für „flach“ halten. Es ist aber Absicht.
Als Beispiele für Londoner Bitter taugen Fuller's London Pride, ein Best Bitter aus Chiswick, und Fuller's ESB. Beim Porter lohnt Fuller's London Porter, ein dunkles Bier mit Kaffee und Schokolade im Geschmack. Auch kleine Brauereien haben dunkle Biere: Anspach & Hobday braut den Smoked Brown, ein dunkles Bier mit leichtem Rauchton.
Wer die junge Szene probieren will, geht den Bermondsey Beer Mile ab, eine Reihe von Brauereien unter den Eisenbahnbögen im Süden der Themse. Die Szene begann in den frühen 2010er-Jahren, als sich Kernel, Anspach & Hobday, Fourpure und Partizan ansiedelten. Kernel gründete Evin O’Riordain 2009, Anspach & Hobday öffnete 2014. In den Taprooms gibt es meist helle IPAs, Pale Ales und Fassgereiftes, oft in kleineren Gläsern als dem Pint.
Beim Verkosten hilft die Reihenfolge: erst das leichte Bitter, dann das Porter. Zuerst riechen, dann einen kleinen Schluck nehmen und überlegen, was zuerst kommt: Malz, Hopfen oder Röstung.