
Frico, Schinken, Aperitivo
Essen & Bierkultur
Was isst man in Friaul zum Bier? Frico, ein knuspriger Fladen aus Montasio-Käse, oft mit Kartoffeln und Zwiebeln. Seine salzige Fülle verlangt nach einem kühlen, leichten Lager. Der würzige Käse bekommt Gegenspiel durch Kohlensäure und milde Süße.
Prosciutto di San Daniele, der luftgetrocknete Schinken aus dem Städtchen San Daniele del Friuli, passt ebenso gut zum Lager. Die feine Salzigkeit und das Fett werden vom Bier ausgeglichen, ohne dass der Schinken überdeckt wird. Dazu gehören ein Stück Brot und etwas Montasio.
In der Carnia, den Bergen im Norden, gibt es die Cjalsons, gefüllte Teigtaschen mit süß-herzhafter Füllung. In Friaul isst man auch Brovada e muset, also in Traubentrester eingelegte weiße Rüben mit Schweinswurst. Ein schlankes Lager passt zu beiden, weil es die Würze trägt, ohne zu erschlagen.
In Venetien heißen die kleinen Häppchen zum Aperitif „cicchetti“. Dazu gehören Baccalà mantecato, ein Püree aus Stockfisch, und Sarde in saor, süßsauer eingelegte Sardinen. Das Getränk dazu ist meist Wein, ein Prosecco oder ein Spritz, doch ein kühles Bier steht in jeder Bar ebenfalls bereit.
Die Hügel um Conegliano und Valdobbiadene sind das Zentrum des Prosecco, und der Wein bestimmt das Bild der Region. Bier ist hier der Zweitgetränk, das leichte Alltagsglas beim Essen oder nach der Arbeit. In Pedavena gehört die Brauerei trotzdem fest zum Ort, mit der Fabbrica in Pedavena als Birreria vor der Haustür.