
Cotoletta und Aperitivo
Essen & Bierkultur
Welches Essen passt zu Bier aus der Lombardei? Die Küche der Region ist buttrig und kräftig, und ein trockenes Pils wirkt wie ein Schluck frische Luft dazu. Das Paradestück ist die Cotoletta alla milanese, ein paniertes Kalbskotelett am Knochen, in Butter gebraten. Die Bittere des Pils schneidet durch das Fett, das Kohlendioxid wäscht den Gaumen.
Zum Risotto alla milanese mit Safran passt ein leichtes Bier, das ihn nicht erdrückt. Wer es deftiger will, bestellt Casoeula, einen Wintereintopf mit Schweinefleisch und Wirsing. Dazu passt ein kräftigeres Bier aus dem Craft-Regal. Die Mondeghili, Mailänder Fleischbällchen, sind ein klassisches Osteria-Gericht.
Mailand hat eine eigene Trinkkultur, den Aperitivo. Am frühen Abend gibt es ein Getränk und kleine Häppchen, am Navigli, den alten Kanälen der Stadt, treffen sich dazu viele Menschen. Seit den Gründungen von 1996 gehört dort auch Craft Beer ins Programm, neben dem klassischen Wein.
Bier bestellt man in Italien oft in kleinen und mittleren Größen, in vielen Lokalen als piccola oder media. Die Brewpubs von Lambrate und Lurago Marinone sind dagegen Treffpunkte, in denen man beim Essen länger sitzt.
Auch Süßes hat in Mailand seinen Platz. Der Panettone, ein hoher Hefekuchen mit Rosinen und kandierten Früchten, kommt aus der Stadt und steht zu Weihnachten auf dem Tisch. Zu Bier gehört er nicht unbedingt, doch ein malzbetontes Bier kann zu seiner Süße einen netten Gegenpart bilden.