
Grape Ale, Lager
Bierstile
Die Italian Grape Ale, kurz IGA, ist ein Bier, dem Trauben oder Traubenmost zugesetzt werden. Sie kommt aus Italien, und das BJCP führt sie seit 2015 als eigenen Stil. Die Grundlage kann ein helles, rotes oder dunkles Bier sein, wichtig ist, dass man die Traube schmeckt, ohne dass das Bier zum Wein wird.
Wie schmeckt das? Je nach Rebsorte nach Beeren, Trockenfrüchten oder Blüten, mit Säure und leichtem Gerbstoff im Abgang. Ein Moscato-Bier wirkt blumig und süßlich im Duft, ein Nebbiolo-Bier herb und würzig. Zahlen gibt es hier keine, weil Grundbier und Traube frei wählbar sind; jedes Bier der Sorte ist ein Einzelfall. Wer in Alba, Bra oder Turin nach einer IGA fragt, bekommt deshalb nie zweimal dasselbe, und genau das gehört zum Reiz. In den Langhe hat die Sorte ihre Heimat, aber längst brauen auch Betriebe außerhalb Piemonts solche Biere.
Der Unterschied zum Weinbier ist wichtig: Eine IGA bleibt ein Bier, in dem Malz und Hefe den Körper liefern und die Traube nur Zutat ist. Zu Wein wird das Getränk erst, wenn Traubensaft den Hauptteil stellt. Zur Abgrenzung von Fruchtbieren wie dem Kriek aus Belgien gehört außerdem die Herkunft: Die IGA ist ein italienisches Gewächs.
Das zweite Gesicht der Region ist das helle Lager von Menabrea, nach internationaler Einordnung ein Internationales helles Lager: schlank, goldgelb, leicht trocken, durch den Mais besonders leicht im Körper. Es steht am anderen Ende der Skala, weit weg von der experimentierfreudigen Craft-Szene, und zeigt gerade deshalb die Breite des Piemonts.
Internationales helles Lageruntergärig
- Stammwürze
- 10,5–12,4 °P
- Alkohol
- 4,5–6 % vol
- Bittere
- 18–25 IBU
- Farbe
- 4–12 EBC
Hell und blank, mild im Malz, dezenter Hopfen, schlank und trocken.