
Japanisches Lager
Bierstile
Was ist ein japanisches Lager? Es ist ein helles, untergäriges Bier, das aus deutschen und böhmischen Vorbildern entstand und in Japan besonders trocken und schlank ausfällt. Im Wettbewerbsleitfaden BJCP fällt es unter das International Pale Lager, dazu zählen auch mexikanische Biere.
Das Bier von Sapporo ist der Ahnherr. Es folgte dem Vorbild aus Deutschland, das Nakagawa Seibei kannte, und blieb dabei ein Lager: blassgolden, mit weißem Schaum, milder Malzsüße und einer zurückhaltenden Bittere. Der Hopfen bleibt im Hintergrund, und genau das macht das Bier so unkompliziert zum Essen.
Wie unterscheidet es sich vom deutschen Pils? Das Pils ist deutlich bitterer, im BJCP-Leitfaden zwischen 22 und 40 IBU, und riecht kräftiger nach Hopfen. Das japanische Lager liegt mit 18 bis 25 IBU darunter, es wirkt leichter und geht schneller runter.
Zum Unterschied zu Helles aus München: Das Helles ist runder und malziger, das Lager aus Hokkaido eher knapp und trocken. Beide sind untergärig, beide sind hell, doch Helles setzt auf Brotkruste, Lager auf Erfrischung. Mit gut 4,5 bis 6 Prozent Alkohol liegen sie im selben Bereich.
Dazu kommen die Biere der kleinen Brauereien: ein Dunkel oder ein Weißbier aus Otaru. Sie folgen deutschen Stilen und schmecken oft nach Karamell, Banane und Nelke. Die Werte im Steckbrief gelten für den Stil, einzelne Sorten weichen ab. Wer wissen will, was in der Flasche steckt, liest Alkoholgehalt und Stammwürze auf dem Etikett.
Japanisches Lageruntergärig
- Stammwürze
- 10,5–12,4 °P
- Alkohol
- 4,5–6 % vol
- Bittere
- 18–25 IBU
- Farbe
- 4–12 EBC
Blassgolden, schlank, wenig Hopfenbittere, sauberer, trockener Abgang.