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Hefe & Gärung in der Region Québec & Montréal

Flasche als Keller

Hefe & Gärung

Die meisten Biere, mit denen Québec Aufmerksamkeit gewann, sind obergärig. Obergärige Hefe arbeitet warm, bei etwa 18 bis 24 °C, und bildet dabei Fruchtaromen und feine Würze, die an Banane, Birne oder Pfeffer erinnern. Das ist der Grund, warum ein Tripel aus Chambly ganz anders riecht als ein schlichtes helles Lager.

Unibroue gärt viele Biere nach Angaben der Brauerei in der Flasche ein zweites Mal. Dafür kommen Hefe und etwas Zucker in die abgefüllte Flasche. Die Hefe verwandelt den Zucker in Kohlensäure und setzt sich als feiner Bodensatz ab. Das Bier reift dann in der Flasche weiter und kann sich über Jahre verändern.

Starke Biere gären langsamer. Ein Bier mit rund 9 % vol, wie Unibroue es für La Fin du Monde angibt, braucht lange, bis die Hefe den Zucker aufgebraucht hat, und wird danach oft wochenlang kühl gelagert. Erst dann runden sich Alkohol, Frucht und Würze zu einem Geschmack.

Im Brewpub von Dieu du Ciel! stehen Sudhaus und Gärtanks im selben Haus wie der Schankraum. Der Weg vom Tank ins Glas ist kurz, und das Bier muss nicht wochenlang gelagert oder verschickt werden.

Ganz anders arbeitet Molson. Lagerhefe gärt bei kühlen 8 bis 12 °C und braucht danach Wochen kalter Lagerung, bis das Bier klar und rund ist. Ergebnis ist ein heller, glatter Geschmack, dem man die Hefe kaum anmerkt. Das ist der Gegenpol zum würzigen Ale.

Dazu im Lexikon

Lager und Ale im VergleichBier verstehen: Grundlagen
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