
Das Reis-Lager
Bierstile
Was ist Beerlao für ein Bierstil? Beerlao Original mit 5 % vol ist ein helles, untergäriges Lager mit Reis, das zur Gruppe der internationalen hellen Lager gehört. Dazu zählen auch mexikanische oder japanische Lagerbiere.
Der Unterschied zum deutschen Pils, das man in Vientiane kaum findet, liegt in der Bittere und im Körper. Ein Pils nach deutscher Art hat mehr Hopfen und schmeckt herber. Beerlao ist weicher, leichter und nach dem ersten Schluck schnell vergessen, was bei Hitze und scharfem Essen gewollt ist. Zum bayerischen Hellen mit seiner Malznote ist der Abstand ähnlich: Das Helle ist malziger, Beerlao trockener.
Die Beerlao-Familie hat inzwischen mehrere Mitglieder, und sie wächst bis heute weiter. 2005 erschienen Beerlao Light mit 2,9 % vol, das nicht mehr produziert wird, und Beerlao Dark mit 6,5 % vol. Im April 2008 folgte Lanexang mit 5 % vol, 2010 Beerlao Gold, 2018 Beerlao White und 2019 Beerlao IPA. Das IPA ist ein stark gehopftes Bier, die Abkürzung steht für India Pale Ale, ein helles, kräftig gehopftes Exportbier, das vor allem in Indien Erfolg hatte, und sprengt den Rahmen des Reis-Lagers deutlich.
Beerlao ist auch ein Exportprodukt: Im Oktober 2024 war von mehr als zehn Millionen Litern die Rede, die in über 20 Länder und Regionen gehen. Das Wirtschaftsmagazin The Economist nannte es einmal wohl das wichtigste Lagerbier der Welt, eine Formulierung, die man als Urteil und nicht als Messwert lesen sollte.
Internationales helles Lageruntergärig
- Stammwürze
- 10,5–12,4 °P
- Alkohol
- 4,5–6 % vol
- Bittere
- 18–25 IBU
- Farbe
- 4–12 EBC
Blass bis gelb, schlank, kaum Hopfen, sehr sauber, wird eiskalt getrunken.