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Malz & Getreide in der Region Windhoek & Swakopmund

Gerstenmalz, Mahangu

Malz & Getreide

Gerstenmalz ist die Grundlage der Biere von Namibia Breweries. Nach Angaben des Herstellers wird Windhoek Lager seit den 1920er-Jahren nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut, also nur aus Wasser, Gerstenmalz und Hopfen. Das ist eine Herstellerangabe, kein Siegel, und anders als in Bayern schreibt in Namibia kein Gesetz diese Zutatenliste vor.

Malz entsteht, wenn Braugerste in Wasser anschwillt und kurz keimt. Dabei bildet das Korn Enzyme, die später Stärke in Zucker verwandeln. Danach stoppt das Darren die Keimung: Warme Luft trocknet das Korn. Je heißer die Darre, desto dunkler und röstiger wird das Malz. Helles Lagerbier braucht hell gedarrtes Malz, das mild und leicht süßlich schmeckt.

Ackerbau mit Getreide ist in Namibia nur an wenigen Orten möglich, dafür fehlt Wasser. Braugerste ist deshalb ein Rohstoff, der im Brauwesen des Landes eine Frage der Beschaffung bleibt. Ein regionales Malzprofil wie bei fränkischen oder böhmischen Bieren gibt es nicht. Wer das Bier verstehen will, schaut daher weniger aufs Feld als auf die Brauerei und ihr Handwerk: Maischen, Läutern, Kochen. Beim Maischen löst heißes Wasser den Malzzucker aus dem geschroteten Korn, beim Läutern wird die klare Würze von den Spelzen getrennt.

Anders sieht es bei der Hirse aus. Im Norden des Landes bauen Familien Mahangu an, die Perlhirse. Aus ihr entstehen traditionelle Getränke wie das milde Oshikundu und das stärker vergorene Tombo. Mit dem Lagerbier aus Windhoek haben sie wenig gemeinsam, sie zeigen aber, dass Gären in Namibia viel älter ist als die deutsche Kolonialzeit.

Dazu im Lexikon

Malz und HopfenPils und Helles
ZurückWasser & BodenWeiterHopfen

Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft