
Lager und Pilsner
Bierstile
Windhoek Lager ist ein helles, untergäriges Lagerbier. Was ist der Unterschied zu einem Pils? Beide sind untergärig und hell. Ein Pils ist aber stärker gehopft und trockener, ein internationales Lager milder und weicher. Windhoek Lager gehört nach dieser Einordnung zur milderen Gruppe, die weltweit am häufigsten getrunken wird.
Neben dem Lager führt Namibia Breweries weitere Marken, darunter Windhoek Draught und Windhoek Light. Das Tafel Lager stammt der Überlieferung nach aus der Hansa Brauerei in Swakopmund. Ein Pilsner unter dem Namen Hansa gehört bis heute zu den bekannten Namen im Land.
Beide Stile teilen sich die Grundidee: wenig Frucht, viel Klarheit, ein sauberer und schlanker Körper, der kalt am besten wirkt. Nach Wärme und Sonne verlangt Windhoek Lager nicht, es soll vor allem frisch sein. Das erklärt, warum Brauer in heißen Ländern auf Lager setzen: Es ist weniger fruchtig und verzeiht Kälte besser als ein Ale. Die Steckbriefe zeigen Wettbewerbsspannen des Bier-Richterverbands BJCP, keine Werte einzelner Marken. Wie stark ein bestimmtes Bier tatsächlich ist, steht auf dem Etikett. Deutsche Pils liegen oft näher an 4,8 Prozent, helles Exportlager aus Afrika häufig etwas darunter oder darüber.
Ein eigener Landesstil wie Kölsch oder Altbier ist Namibias Bier nicht. Auch eine Herkunftsbezeichnung für Namibias Bier gibt es nicht, deshalb kann jede Brauerei ein Lager nach ihrem Geschmack brauen. Das Besondere liegt in der Geschichte: deutsche Brautechnik, im Kolonialland eingeführt, später von einer unabhängigen Nation weitergeführt und heute von einem niederländischen Konzern geleitet.
Internationales helles Lageruntergärig
- Stammwürze
- 10,5–12,4 °P
- Alkohol
- 4,5–6 % vol
- Bittere
- 18–25 IBU
- Farbe
- 4–12 EBC
Hell, klar, mild im Malz, wenig Hopfenduft, sehr sauber vergoren.