
Meer, Hāngī, Pub
Essen & Bierkultur
Was isst man in Nelson zu Bier? Vor allem das, was das Meer liefert. Fish and Chips, also frittierter Fisch mit Pommes, ist in Neuseeland ein Klassiker und passt zu einem Lager, weil dessen Kohlensäure den Fettfilm löst. Die Marlborough Sounds ganz in der Nähe sind für Grünlippmuscheln bekannt, die gedämpft ein Pale Ale mit Zitrusnote vertragen.
Ein typisches Gericht der Māori ist das Hāngī, ein Erdofen: Fleisch, Kūmara, also die Süßkartoffel, und Gemüse garen stundenlang unter heißen Steinen. Der Rauch und die Erdnote verlangen ein Bier ohne viel Bittere, etwa ein Lager oder ein mildes Pale Ale. Hāngī ist Gemeinschaftsessen und gehört zu Festen, nicht in die Alltagsküche. Wer eingeladen wird, bringt Respekt mit und isst, was gereicht wird.
Die Bierkultur der Region ist locker. Man trifft sich im Pub oder im Taproom einer Brauerei, oft draußen im Garten, und teilt die Runde: In Neuseeland kauft man abwechselnd für alle, das sogenannte Shout. Im Founders Heritage Park lässt sich zudem nachverfolgen, wie das alles begann.
Wer die Gegend bereist, verbindet Bier gern mit Natur. Zwischen Abel-Tasman-Küste und Kahurangi-Bergen liegen Wanderwege, und am Ende des Tages steht die Frage, welches Bier nach der Strecke am besten schmeckt. Maßvoll genossen ist das ein Teil der Reise, nicht ihr Ziel. Wer danach noch fahren muss, greift besser zu etwas Alkoholfreiem und lässt das Bier dem Abend.