
Frucht, Frische, Pint
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Wie schmeckt Bier mit Nelson Sauvin? Zuerst fruchtig, dann weinig: Stachelbeere und Maracuja in der Nase, am Gaumen eine grüne, leicht herbe Frucht, am Ende eine saubere Bittere. Wer Sauvignon Blanc kennt, findet die Parallele sofort. Mit Motueka kommt eine zitronige Frische dazu, mit Riwaka eine Passionsfrucht, die an Saft erinnert.
Zum Vergleich eignen sich drei Beispiele. Mac's Gold zeigt als goldenes Lager, wie ein neuseeländisches Bier der ersten Craft-Generation klingt: sauber, brotig, leicht honigsüß. Black Mac ist das dunkle Gegenstück mit Röstnoten. Mac's Aromac, das Sonderbier von 2000, war das erste, in dem Nelson Sauvin zum Einsatz kam, und gilt deshalb als historischer Meilenstein.
Getrunken wird im Pint-Glas oder, bei kräftigeren Bieren, in einer Tulpe, die das Aroma bündelt. Hopfenbetonte Biere schmecken bei etwa 6 bis 8 Grad am besten, dunkle Lager dürfen etwas wärmer sein. Zu kalt unterdrückt die Hopfenfrucht, zu warm macht sie schwer. Erst mit einigen Minuten im Glas öffnet sich das Aroma, und Stachelbeere wird zu Maracuja.
Beim Zapfen und Einschenken lohnt der Blick auf die Frische. Hopfenaromen verfliegen, deshalb schmeckt ein Hazy IPA frisch aus dem Tank am besten. Wer in einem Taproom im Nelson-Gebiet trinkt, bekommt meist kleine Probiergläser, die einen schnellen Vergleich mehrerer Sorten erlauben. So lernt man in einer Stunde, was Motueka von Riwaka trennt, ohne ein einziges großes Glas zu leeren.