
Vlaai und Zuurvlees
Essen & Bierkultur
Was isst man in Limburg zum Bier? Zuerst Vlaai, den runden Hefekuchen mit Obst oder Reis, den es in jeder Bäckerei der Provinz gibt. Die Rijstevlaai mit Reispudding und die Kirschvlaai gehören zum Kaffeetisch, doch auch zu einem Pils nach dem Mittag passen sie, weil das Bier das Süße ausgleicht.
Deftiger wird es mit Zuurvlees, einem in Essig und Zwiebeln eingelegten Rindfleischgericht. Das Prinzip kennt man vom Sauerbraten: Die Säure macht das Fleisch mürbe und gibt der Soße Biss. Ein dunkles, mildes Bier wie das Mestreechs Aajt rundet das ab.
Maastricht ist die Bierstadt der Region. Besucher finden dort spezialisierte Bierlokale mit Hunderten Flaschen im Kühlraum, und die Altstadt ist klein genug, um Kneipen zu Fuß abzuklappern. Seit 2018 serviert die Stadtbrauerei auch wieder Maltezer, ein Maastrichter Spezialbier, das als Geschmack der Stadt gilt.
Weiter östlich, in Kerkrade, steht Rolduc, die größte Abteianlage der Benelux-Länder. Dort braut die einzige Klosterbrauerei Limburgs. Auch das zeigt die Nähe zu Belgien und Deutschland: Im Dreiländereck rollen Bierkulturen übereinander, ohne dass man auf einer Straße weiß, welches Land man verlässt.
Getrunken wird in Limburg meist in kleinen Gläsern, nicht in großen Krügen, und gern in Gesellschaft auf einer Terrasse. Karneval ist in Limburg ein großes Fest, und wer ihn im Februar erlebt, trifft auf Bier, Blasmusik und viel Konfetti. Zum Genuss gehört, mäßig zu bleiben.